Neben dem allgemeinen Kündigungsschutz gibt es für bestimmte Arbeitnehmergruppen auch besondere Kündigungsschutzbestimmungen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf: Gibt es einen Betriebsrat, muss er vor jeder Kündigung benachrichtigt und konsultiert werden. Die Mitteilung an den Betriebsrat muss die personenbezogenen Daten des betroffenen Arbeitnehmers, die Art der Kündigung, die Kündigungsfrist und die Kündigungsgründe enthalten. In der Regel werden vage, verallgemeinerte Schlagworte dies nicht tun. Dies gilt auch für Entlassungen innerhalb der ersten sechs Monate nach der Beschäftigung. In einem Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern gibt es keinen Kündigungsschutz, so dass eine Kündigung nicht gerechtfertigt werden muss. Die Kündigung darf jedoch nicht diskriminierend sein oder gegen öffentliche Richtlinien verstoßen. Die Kündigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigungs- oder Kündigungsvertrag muss schriftlich erfolgen, um gültig zu sein. Auf die gesetzliche Schriftformpflicht kann nicht durch Arbeitsvertrag, Tarifvertrag oder Betriebsvertrag verzichtet werden. Eine Kündigung mit Formalmängeln ist nichtig und kann nicht behoben werden. Nur die Person am Ende der Liste (jüngste, keine Familie usw.) kann zuerst entlassen werden.

In Ausnahmefällen müssen Arbeitnehmer, deren Beschäftigung für den Betrieb von entscheidender Bedeutung ist, im Rahmen dieses Auswahlverfahrens nicht berücksichtigt werden, z. B. Personen mit einzigartigen persönlichen Kontakten zu wichtigen Geschäftspartnern. Einige Arbeitnehmergruppen genießen aufgrund bestimmter individueller Umstände besonderen Schutz vor gewöhnlicher und außerordentlicher Entlassung. Zu diesen besonders geschützten Gruppen gehören behinderte Arbeitnehmerinnen, Schwangere, Arbeitnehmerinnen im Mutterschaftsurlaub und Betriebsratsmitglieder. Diese Personen können erst nach Zustimmung der zuständigen Behörde entlassen werden. In Berlin ist die zuständige Behörde für schwangere Arbeitnehmerinnen oder Arbeitnehmerinnen im Mutterschaftsurlaub das Landesamt für Arbeitsschutz, Gesundheitsschutz und technische Sicherheit. Für schwerbehinderte Arbeitnehmer muss das Integrationsamt zustimmen. Die Zustimmung zur Entlassung eines behinderten Arbeitnehmers wird erteilt, solange die Entlassung nicht auf der Tatsache beruht, dass die Person behindert ist. Bei Schwangeren oder Personen im Mutterschaftsurlaub wird die Zustimmung nur in Ausnahmefällen erteilt. In den meisten Fällen wird die Behörde entscheiden, dass die Entlassung bis zum Ende des Mutterschaftsurlaubs verschoben werden muss.

Die kündigung im gegenseitigen Einvernehmen ist möglich und durchaus üblich. Der Kündigungsvertrag muss schriftlich erfolgen und sowohl vom Arbeitgeber als auch vom Arbeitnehmer unterzeichnet werden. In der Regel enthält die Vereinbarung Bestimmungen über das Datum des Arbeitsabbaus, Lohnurlaub, Abfindungen, Rückgabe von Unternehmenseigentum, Stellenbezug usw. Der Inhalt dieser Abkommen kann je nach Verhandlungen stark voneinander abweichen. Um kostspielige Fehler für beide Seiten auch bei gegenseitiger Kündigung zu vermeiden, sollten schriftliche Vereinbarungen nur mit Rechtsberatung ausgearbeitet werden.