Der Entwurf des Abkommens, der den Arbeitnehmern der Branche zur Genehmigung vorgelegt wurde, enthält erhebliche und innovative Abweichungen von früheren Bestimmungen. Erstens wurde die Laufzeit des Abkommens um sechs Monate verlängert, als Gegenleistung für eine Lohnerhöhung, die höher ist als die von der gemeinsamen Verhandlungsplattform der Gewerkschaften (IT0704019I) geforderte Lohnerhöhung. Zweitens sieht sie eine Angleichung der vertraglichen Behandlung von Arbeitern und Angestellten vor. Die wichtigsten Bestimmungen des Abkommens sind unter den folgenden Überschriften beschrieben. Jeder Tarifvertrag muß zwischen den Sozialpartnern nach bestimmten Formalitäten ausgehandelt und dem Inspektorat für Arbeit und Bergbau (Inspection du travail et des mines – ITM) zur Genehmigung durch den Minister für Arbeit und Beschäftigung vorgelegt werden. Der Tarifvertrag ist eine Verordnung, die für alle Arbeitnehmer in einem Unternehmen oder einer bestimmten Unternehmensgruppe mit Ausnahme der Geschäftsleitung einheitlich gilt. Es ist jedoch möglich, einen Tarifvertrag auszuhandeln und zu unterzeichnen, der ausschließlich für diese Personalkategorie gilt, oder die Anwendung eines bestehenden Tarifvertrags auf die Geschäftsleitung auszudehnen. Beschäftigt das entbetriebsunternehmen keinen Festangestellten mit der gleichen oder gleichwertigen Qualifikation wie der Leiharbeitnehmer, so darf das Einkommen nicht niedriger sein als das Einkommen, das in dem für den Zeitarbeitnehmer geltenden branchenlichen Tarifvertrag vorgeschrieben ist, oder auf andere Weise mit einem Dauerbeschäftigten mit demselben oder einem gleichwertigen Qualifikationsverhältnis, das an demselben Arbeitsplatz in einem anderen Unternehmen arbeitet. – Leiharbeitnehmer haben in der Regel Anspruch auf zwei bezahlte freie Tage pro Monat gemäß Artikel L.131-12. Artikel L.131-12 bestimmt, dass jeder Leiharbeitnehmer, unabhängig von der Dauer des Missionsvertrags, das Recht hat, seinen Urlaub zu nehmen oder die Zahlung in Form von Sachleistungen zu verlangen. Dieser Artikel wurde auch im Tarifvertrag präzisiert. Die Verhandlungen müssen auf jeden Fall spätestens sechs Wochen vor dem Vertragszustand oder den neu auszuhandelnden Bestimmungen beginnen.

In jedem Fall müssen die Bestimmungen des Tarifvertrags für die Arbeitnehmer günstig sein; wenn diese Bestimmungen die gesetzlichen Bedingungen für Arbeitnehmer verschlechtern oder ihre Rechte einschränken, werden sie für nichtig erklärt und haben keine Wirkung. Auf Empfehlung der Aufsichtsbehörde für Arbeit und Bergbau (ITM) und innerhalb von 15 Tagen nach ihrer Einzahlung wird das Arbeitsministerium darüber entscheiden, ob der Tarifvertrag angenommen und gültig ist oder nicht. Die Entscheidung wird allen Betroffenen mitgeteilt und in der Zeitschrift Mémorial B (Amtsblatt) veröffentlicht. Der Tarifvertrag ermöglicht es, die Vorschriften des Arbeitsrechts an die Bedürfnisse und Besonderheiten der einzelnen Wirtschaftszweige anzupassen, insbesondere im Hinblick auf die Organisation (Fabriken, die einen 24-Stunden-Betrieb erfordern, Büroarbeit mit fester Arbeitszeit, Beschäftigte im Freizeitbetrieb, die an arbeitsfreien Tagen arbeiten usw.) und Arbeitszwänge (Nachtarbeit usw.).